Dr. Renate Haas


Geb. 1954, Studium der Ethnologie, Entwicklungssoziologe und Altamerikanistik
in Berlin, dort Aufbaustudium und Promotion in Erziehungswissenschaft.

Forschungsschwerpunkte: Wechselverhältnis von Migration und Einwanderungs- gesellschaft und deren verschiedener Ungleichzeitigkeiten, Zum Verhältnis von Fremd- und Selbstverstehen, Gewalterfahrung in der ethnologischen (Feld-)For-schung, Trauma als kulturell-historischer Tatbestand und das Problem der Berück-
sichtigung traumatisierender Gewalt in Friedens- und Versöhnungskonzepten sowie in Konzepten zur Förderung der Zivilgesellschaft.

Projektleitung am Institut für Kulturanalyse e.V.; Supervision und Methodenreflexion für Studenten und Wissenschaftler der Ethnologie, Pädagogik und Kulturwissen-
schaften; wissenschaftliche Supervisorin am Graduiertenkolleg Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld sowie im Xenos-Projekt Integration statt Ausgrenzung des Europazentrums Brandenburg-Berlin des regionalen Fördervereins e.V., Pinnow, Brandenburg; zuvor Lehrbeauftragte am Institut für Europäische Ethnologie der HU Berlin, am Institut für Ethnologie der FU Berlin und am Institut für Erziehungs-
wissenschaft der Universität Potsdam; Methodentrainerin am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle; wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Interna-
tionalen Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA), FU Berlin (Begleitung des Programms Vielfalt tut gut – Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie).

Ausgew. Publikationen und Vorträge:

Kulturvermischung – ein Tabu? Fallstudie zu Konflikten in einer deutsch-türkischen Erziehungsinstitution und Anmerkungen zum Erkenntnisproblem in der Ethnologie, Dissertation FU Berlin 1998;

Supervision als Forschungsmethode. Erfahrungen einer Ethnologin, in: Harald Pühl (Hg.): Handbuch der Supervision 2, 2., überarb. Aufl., Berlin: Ed. Marhold im Wissenschaftsverlag Volker Spiess, 2000, S. 262-269;

"Integration". Zum Umgang mit (inter-)kulturellen Konflikten in Schule, Verwaltung und Politik. Ein ethnologischer Befund, Vortrag vom 1.11.2002, Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin;

Die Unfähigkeit, mit (inter-)kulturellen Konflikten umzugehen. Ein kultur-
analytischer Befund, in: Psyche, Jg. 60 (2006), H. 2, S. 131-155;

Traumatising, violence and fear. The failure to take account of real experience in cultural theory, migration research and concepts of immigration, Vortrag vom 16.9.2006, St. Moritz (Schweiz), Third International Research Net Conference Trauma - Stigma and Distinction: Social Ambivalences in the Face of Extreme Suffering des Hamburger Instituts für Sozialforschung.

Krieg und Traumata, Podiumsdiskussion am 10.6.2009, KunstBüro Berlin, im Rahmen des Kunstprojekts Kinder auf der Flucht - Parcels for the Promised Land zu Gunsten von Kindern im Krisengebiet Israel-Palästina;

Der verstellte Blick. Bedingungen und Perspektiven gegenwärtiger Kulturforschung Podiumsdiskussion am 5.5.2010, Zentrum für Literatur- und Kulturforschung; Schützenstraße 18, 10117 Berlin in Kooperation mit dem Zentrum moderner Orient, Kirchweg 33, 14129 Berlin;

Zum Problem historischer Abspaltung in bildungspolitischen Integrationsprogrammen, Vortrag vom 15.9.2011, Universität Wien, Workshop Memory Revisited - Zum Umgang mit ambivalenten Vergangenheitskonstruktionen auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) Wa(h)re "Kultur"? Kulturelles Erbe, Revitalisierung und die Renaissance der Idee von Kultur  vom 14. bis 17.9.2011.